Jack & Midi unter Ubuntu

Dem werten Musiker wird unter Linux vor der kreativen die technische Beschäftigung mit der Thematik nicht erspart bleiben. Das ist auch nichts neues – Linux Anwender kennen das eh und es geht irgendwann in Fleisch und Blut über. Ich habe derzeit ein aktuelles Ubuntu Studio 15.10 zusammen mit Cinnamon 2.8 installiert, auf der meine DAW (Digital Audio Workstation) installiert ist. Das ist ein Bitwig Studio in der Version 1.3.5, der Revision: release/1.3 35651 mit der Revision Id: 83a7cd11961a604bb81b5b556b26e6a30768e59f und dem Build date: Thu Dec 03 22:50:09 CET 2015. Für den Fall, dass das bei dem einen oder anderen einen Unterschied macht.

Bildschirmfoto vom 2015-12-05 07-47-33
Bitwig Studio ist die neue DAW mit intuitivem Handling

Systeminformation_003Anbei habe ich meine komplette Dateienliste mal so dabei gepackt, dass man sie über den Paketmanager nutzen kann um den Dateienpool zu installieren, den ich gerade benötige um meine Installation mit allem auszurüsten was für den Betrieb einer DAW zusammen mit Pulseaudio, Jack Control und Midi notwendig ist, damit alles zu jeder Zeit, also Audio und Midi in meiner DAW funktioniert, aber auch Audio z.B. im Browser und YouTube. Alles was Ihr für die Rücksicherung benötigt, findet ihr unter der folgenden Adresse:

https://wiki.ubuntuusers.de/Paketverwaltung/Tipps

Paket Downloaden: Installierte_pakete_inkl._anleitung.tar

Dort (und auch im Paket oben) gibt es die Hinweis ab „Installation von Paketen aus einer Liste“ die ihr schlicht befolgen müsst, damit Ihr den Stand vor Euch habt, den ich mir hier wieder mal – etwas mühsam – erarbeitet habe. Der Wert dabei liegt darin, dass so wie ich es nun eingerichtet habe, alles nach dem booten out of the Box funktioniert. Viel Glück – wenn bei Euch etwas nicht funktioniert, fragt hier über die Kommentarfunktion einfach nach.

System Vorbereitungen

Damit es zwischen der DAW und Jack „funkt“, muss eine Brücke her, die die Signale des z.B. Keyboards oder eines beliebigen anderen MIDI USB Controllers zur DAW und evtl. auch wieder zurück gelangen können. Dazu dient a2jmidid. Stellt fest ob das Programm evtl. schon installiert ist:

a2jmidid -j default

Sollte das eine Ausgabe bringen, sollte alles bereits funktionieren. Im folgenden sind dann bei Jack, spezieller im Programm qjackctl (siehe Screenshot unten) ein paar Dinge zu konfigurieren:

Bildschirmfoto von »2015-06-27 12:45:17«

Wechselt dann über den Button Einstellungen zum Einstellungen TAB wie unten dargestellt

Einstellungen - JACK Audio Connection Kit_002

Unterhalb von MIDI Treiber suche „keiner“ aus und wechselt zum TAB Optionen. Dort sind folgende Einträge zu machen.

Einstellungen - JACK Audio Connection Kit_001

Wenn das erledigt ist speichert alles und dann startet das System neu. Sobald der Reboot erledigt ist, sollte alles funktionieren.

Parallelbetrieb von jackd und Pulseaudio

Eigentlich der Normalfall, es sei denn, dass Ihr Eurer Ubuntu Studio nur als DAW (Digital Audio Wordkstation) nutzt. Dazu befolgt folgende Hinweise:

Ihr müsst die PulseAudio Konfiguration ändern, damit zusammen mit dem JACK Modul gearbeitet werden kann. Bitte seit aufmerksam, wenn Ihr hier etwas anpasst. Am einfachsten ist hier wieder die Bearbeitung über die Konsole. Ruft also eine Konsole auf und gebt folgenden Befehl ein.

sudo mcedit /etc/pulse/default.pa

Sagt Euch das System, dass Ihr kein mc installiert habt, könnt Ihr das mit sudo apt install mc nachholen. Habt Ihr das gemacht, sucht Ihr die folgende Zeile (geht mit F7)

#load-module module-alsa-sink

Unterhalb dieser Zeiten, nach dem ersten Absatz fügt Ihr die folgenden Zeilen ein (mit SHIFT+STRG+v):

load-module module-jack-sink

load-module module-jack-source

Speicher mit F10 alles ab. Der Editor wird auch beendet.

Startet PulseAudio dann Neu. Das macht Ihr mit – ebenfalls auf der Konsole und wie folgt. :

pulseaudio -D

Wenn Ihr nun QjackCtl – starten mit qjackctl – startet sollte Jack schon gestartet sein. Sollte das nicht der Fall sein. Nun ja – fragt hier als Kommentar nach und ich versuche Euch behilflich zu sei.

Viel Glück! 😉

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